Naturpapier

Nachhaltiges Produkt zum ehrlichen Preis…

Für dieses Papier wird kein einziger Baum gefällt. Es ist umweltfreundlich, säurefrei und biologisch abbaubar. Wir arbeiten meist mit kleinen Herstellern zusammen, dabei achten wir darauf, dass die Arbeitsumstände stimmen: ein guter Arbeitsplatz, normale Arbeitszeiten, Sozialleistungen und passende Entlohnung. Für ein Qualitätsprodukt zahlen wir einen gerechten Preis.

 

Jahrhundertealtes Handwerk…

Unser Papier ist 100% Handarbeit. Die Kenntnisse werden von Generation zu Generation weitergegeben, Kinder werden hier definitiv nicht beschäftigt. Dank unserer Bestellungen können die Werkstätten vielen Menschen, oft Frauen ohne Schulung, zu einer Beschäftigung und Ausbildung verhelfen. Das kommt letztendlich auch der Gemeinschaft zugute.

Lokta-Papier (Nepal)

Lokta-Papier kommt aus Nepal und wird aus dem Bast des Daphne Payracea-Strauchs hergestellt. Er wächst im Himalaya-Gebirge auf 2000 Meter Höhe. Deshalb wird das Papier auch Himalaya-Papier genannt. Der Bast wächst nach der Ernte schnell wieder nach, sodass keine neuen Sträucher angepflanzt werden müssen und die Umwelt des Himalaya unberührt bleibt.

Die Herstellung des Lokta-Papiers ist eine sehr alte Tradition in Nepal. Es wurden alte buddhistische Schriften gefunden, die darauf geschrieben sind. Die heutigen nepalesischen Behörden verwenden dieses Papier immer noch.

Unser Lokta-Papier wird nach einem jahrhundertealten und sehr arbeitsintensiven Verfahren hergestellt. Dabei werden keine Chemikalien verwendet. Das Papier besitzt ganz besondere Eigenschaften. Es hat sehr lange und besonders starke Fasern und eine weit größere Reißfestigkeit als maschinell gefertigtes Papier. Es lässt sich gut färben oder mit Batik bedrucken. Es weist Insekten ab und verliert auch nach vielen Jahren seine Reißfestigkeit nicht. Die Länge der Fasern gibt dem Papier einen zarten Glanz.

Unser Lokta in einem Betrieb hergestellt, in dem viele Frauen beschäftigt sind. Dank dieser Arbeit haben sich ihre Lebensumstände und die ihrer Familien entscheidend verbessert.

Nepal besitzt keinen Seehafen, dadurch sind die Transportkosten für Lokta-Papier recht hoch.

Gampi-Papier (Philippinen)

Dieses Papier stammt von den Philippinen, wo der Abaci-Baum wächst. Er sieht dem Bananenbaum sehr ähnlich. Schon seit Jahrhunderten werden seine Fasern auf den Philippinen wegen der hohen Strapazierfähigkeit geschätzt. Früher wurden nicht nur Seile daraus gemacht, sondern auch Gewebe für Kleidung. Die langen glänzenden Fasern eignen sich auch gut zur Papierherstellung. Dazu werden sie mit anderen Fasern kombiniert. Zum Beispiel mit cogon rass,  einem Unkraut, das zu nichts nutze war, bis man entdeckte, dass es sich sehr gut zu Papier verarbeiten lässt.

Der abgeschälte Baumbast wird in großen Kesseln gekocht und gemahlen. Dieser Papierbrei wird mit Wasser verdünnt und von Hand gleichmäßig auf große Siebe verteilt. Es können auch Blüten oder getrocknete Blätter hinzugefügt werden. Danach werden die Siebe zum Trocknen in die Sonne gestellt. Wenn die Bögen trocken sind werden sie abgetrennt, geglättet und auf Qualität kontrolliert. Schließlich kann das Papier zu Alben oder Schachteln weiterverarbeitet werden.

Auf den Philippinen gibt es viele kleine Werkstätten, in denen unser Papier hergestellt wird. Es ist dort eine wichtige Einkommensquelle.

Mulberry-Papier(Thailand)

Im Norden Thailands wächst ein besonderer Baum: der Mulberry (eine Maulbeerart). Das Besondere daran ist, dass der Bast nach der Regensaison einfach abgepellt werden kann und sofort wieder nachwächst. Diese Eigenschaft wurde vor Jahrhunderten vom Karen-Stamm im äußersten Norden Thailands entdeckt. 

Die Blätter des Mulberry dienen als Nahrung für Seidenraupen und der Bast als Basis für Mulberry-Papier. Der Baum wächst in der freien Natur, wird aber auch speziell für die Produktion dieses feinen Papiers angebaut.

Der abgepellte Bast wird in großen Kesseln gekocht und zerkleinert. Der so entstandene Brei wird mit Wasser verdünnt, von Hand gleichmäßig auf große Siebe verteilt, und kann mit Blüten oder getrockneten Blätter vermischt werden.

Dann werden die Siebe zum Trocknen in die Sonne gestellt. Wenn die Bögen trocken sind, werden sie abgetrennt, geglättet und nachgesehen.

Im Norden Thailands gibt es viele kleine Werkstätten, in denen das Papier hergestellt wird. Die Produktion unserer Papiere und Artikel stellt eine wichtige Einkommensquelle dar.

Papier aus Bhutan

Die Papierherstellung ist ein wichtiger Bestandteil der bhutanischen Tradition und Kultur. In früheren Zeiten fand sie in Heimarbeit statt, heutzutage hat Bhutan eine kleine Fabrik, in der unser Papier nach der überlieferten Methode hergestellt wird. 

Die wichtigsten Grundstoffe für die Papierherstellung ist der Bast des Daphne Papyri-Baums und des Edgeworthia-Strauchs. Beide wachsen im Himalaya auf großer Höhe.

Der Baumbast wird in Wasser eingeweicht, gekocht und gespült. Zuerst werden die Fasern nach Farbe und Feinheit sortiert, dann werden sie zu einem Brei zerrieben und mit Wasser und einem natürlichen Leim aus der Hibiskuswurzel vermischt. Dieser Papierbrei wird in einer dünnen Schicht auf ein Sieb aus Holz und Bambus gestrichen, das überflüssige Wasser wird herausgepresst.

Dieses Papier ist sehr widerstandsfähig und eignet sich für viele Anwendungen. Es ist 100% umweltfreundlich, die verwendeten Farbstoffe kommen alle aus der Natur.

Baumwollpapier (India)

Baumwollpapier wird schon seit Menschengedenken in Indien hergestellt. Chinesen hatten das Verfahren der Papierherstellung dort eingeführt. 

Unser Baumwollpapier wird ausschließlich aus recycleten Baumwollfasern hergestellt, nämlich Restprodukten aus der Konfektions- und Papierindustrie. Nur für reinweiße Bögen wird neue Baumwolle verwendet. 

 

Die Baumwollhadern werden von Hand farblich sortiert und in gleiche Stücke zugeschnitten. Diese werden in großen Kübeln mit Wasser zerschlagen, bis eine glatte Fasermasse entsteht. Je nach Bedarf wird die Masse nun gefärbt oder es werden andere Fasern oder Blütenblätter hinzugefügt. Die Masse wird gleichmäßig auf große Siebe geschöpft, gepresst und zum weiteren Trocknen aufgehängt.

Texte und Bilder ©2019 Olino paperworks BV