Seifenwissen

Warum Naturseife

Durch eine Überfettung von 5-8% sind meine Seifen rückfettend. Flüssige Waschmittel fühlen sich zwar durch den Einsatz einiger Chemikalien oft feucht, ölig und rückfettend an, trocknen unsere Haut aber aus. Feste Seifen sind viel sparsamer als flüssige Waschmittel. Dies ist mir ebenso wichtig, wie das sinnliche Gefühl auf der Haut, das der Seifenschaum erzeugt. Der Anschaffungspreis erscheint gegenüber einem Duschgel vielleicht im ersten Moment hoch – aber ein Stück Seife hält 2-3x länger. Feste Seifen sind ein Naturprodukt und werden von mir in kompostierbarer Zellglasfolie oder Papier verpackt. Ebenso lässt sich die Seife selbst besser abbauen als herkömmliche Waschmittel. Entgegen der allgemeinen Meinung der Kosmetikindustrie wurde widerlegt, dass sich auf festen Seifen Bakterien und Keime tummeln. Diese haben natürlich auf der alkalischen Oberfläche der Seife keine Überlebenschance, und das ganz ohne Konservierungsstoffe. Nach der Benutzung empfiehlt es sich, die Seife trocken zu lagern. Eine Scheibe der Luffagurke oder eine Seifenschale mit Löchern eignen sich gut. Feste Seifen haben außerdem den Vorteil, dass sie nicht auslaufen können und somit problemlos mit auf Reisen gehen ohne böse Überraschungen im Gepäck.

 

 

Warum Kaltrührverfahren

Durch die niedrigen Temperaturen werden die Inhaltsstoffe geschont und ihre positiven, pflegenden Eigenschaften bleiben erhalten.

 

 

Welche Aspekte spielen bei meiner Rohstoffauswahl eine Rolle?

Ökologie – je nach Verfügbarkeit achte ich darauf, dass die Rohstoffe nicht die halbe Welt mit Schiff oder Flugzeug umrunden müssen.

Kontrolliert biologischer Anbau – die meisten meiner Rohstoffe beziehe ich aus kontrolliert biologischem Anbau. Rückstände von Pflanzenschutzmittel und anderen eingesetzten Chemikalien will sicher niemand auf seiner Haut tragen. Hier spielt außerdem die Umwelt eine große Rolle, es liegt in unserer Verantwortung sie zu schützen.

Fairness – ich werde nicht, um den größtmöglichen Profit zu machen, auf Billigprodukte oder Massenware zurückgreifen. Denn auch der Rohstoffproduzent soll einen fairen Preis mit seinen Produkten erzielen. Leben und leben lassen!

Die Seife als Unikat – Vom Abwiegen der Rohstoffe, über Herstellung, Reifung und Verpackung ist in meiner Manufaktur alles Handarbeit. Jedes Stück Seife besticht damit durch seine Einzigartigkeit.

Ätherische Öle – Ihren dezenten Duft erlangen meine Naturseifen ausschließlich durch ätherische Öle (meist aus kontrolliert biologischem Anbau), gerade für Naturliebhaber, Puristen und Allergiker ist das ein wichtiger Aspekt.

 

 

Tipps und Tricks zum Haarewaschen mit Shampooseife

In den ersten 1 – 2 Wochen müssen die Haare und die Kopfhaut sich umstellen. Reste der silikonhaltigen  Tensidprodukte aus der Drogerie werden nach und nach ausgewaschen. In dieser Zeit kann sich das Haar nach dem Waschen stumpf und fettig anfühlen. Verursacht wird das durch das Zusammentreffen der silikonhaltigen Pflegerückstände im Haar, dem Kalk aus dem Wasser und den Ölen aus der Seife. Ich rate unbedingt dazu, diese erste Zeit irgendwie zu überstehen, denn eure Haar wird anschließen wunderbar gepflegt , weich und dennoch griffig sein. Eine persönliche Erfahrung von mir, um diese Zeit besser zu überstehen: Nach der Haarwäsche eine saure Rinse (ein Messbecher mit lauwarmem Wasser und ein Schuss Essig, besser noch Bio Apfelessig) oder etwas Bier  (eignet sich auch hervorragend als Festiger) übergießen, nach dem Guss nicht ausspülen. Und bitte habt keine Angst, dass euer Haar nach Essig oder Bier riecht. Nach dem Föhnen kann man beides nicht mehr wahrnehmen.  Aufgrund des Kalkgehaltes in unserem Wasser kann dieses stumpf-fettige Gefühl nach ein paar Wochen wieder auftreten. Dann empfiehlt es sich, den o.g. Guss nach der Wäsche zu wiederholen.

Wichtig ist außerdem, die Haare mit der Seife gründlich einzuschäumen. Sollte bei der ersten Wäsche kein Schaum entstehen, die Haare ausspülen und noch einmal einschäumen. Spätestens bei der zweiten Wäsche sollte ein cremiger, stabiler Schaum entstehen. Ebenso wichtig, wie das Einschäumen ist auch das ausspülen. Hier müsst ihr besonders gründlich vorgehen, dass das überschüssige Fett auch gut ausgespült wird.